Achtsam in Gesprächen

Wie beibe ich bei mir?

Kom | mu | ni | ka | ti | on, die; Prozess der Übertragung von Nachrichten zwischen Sender und einem oder mehreren Empfängern; Quell großer Freude, unendlicher Missverständnisse, tiefer (Un)Zufriedenheit.

In Begegnungen mit anderen Menschen ist es oft eine Herausforderung, achtsam zu bleiben. Denn ob Begegnung small talk oder Diskussion bedeutet, einem Vortrag zuhören oder den eigenen Standpunkt erläutern: Unsere Aufmerksamkeit wird zu einem großen Teil von einer mehr oder minder anstrengenden Situation in Anspruch genommen. Was kann helfen, dennoch bei sich zu bleiben und zu bemerken: Wie geht es mir jetzt gerade? Was sind meine Bedürfnisse? Wo werden Grenzen überschritten? Einige Anregungen: 

Fünf Minuten für mich

Wer weiß, dass ein anspruchsvolles Gespräch bevor steht, kann sich fünf Minuten Zeit nur für sich nehmen: den Atem betrachten, einige Haltungen Hatha-Yoga oder einen kurzen Body Scan machen. Das kann dabei unterstützen, die Mitte zu finden und im Kontakt mit sich selbst zu sein.

Auf Signale des Körpers achten

Es kann hilfreich sein, in Gesprächssituationen hin und wieder ganz bewusst den Körper und seine (Warn-)Signale wahrzunehmen. Verspannen die Schultern, sind die Zähne zusammengebissen oder verkrampft sich der Magen? Das zu bemerken, ist die Voraussetzung dafür, nach Alternativen zu suchen - also beispielsweise die Muskulatur zu entspannen, mit den Schultern zu kreisen, tief durchzuatmen.

Bewusst atmen

Der Atem ist in der Interaktion ein wichtiger Anker: wenn wir ihm hin und wieder für ein, zwei Züge die volle Aufmerksamkeit schenken. Und wenn die Gesprächspartnerin sich über die ungewohnte Pause wundert: vielleicht kurz erklären und zum Mitmachen einladen.

Offen sein

Oft gehen wir mit einer bestimmten Haltung und einer Art Grundstimmung in Gespräche. „Dabei wird eh kein Ergebnis herauskommen“; „Sie wird mir zustimmen, ganz sicher“; „Puh, ich habe gar keine Lust auf dieses Gerede.“ Es ist hilfreich, sich die eigenen Annahmen und Vermutungen klar zu machen. Was trage ich dazu bei, dass es genauso verläuft, wie ich es ja schon meine zu wissen? Und wie real sind meine Annahmen? Kann es auch ganz anders verlaufen, und was kann ich dazu beitragen?

Pausen einlegen

Manchmal befinden wir uns in Gesprächen, die uns sehr zusetzen: Es kann helfen, eine Pause vorzuschlagen, den Raum zu lüften (und damit auch die erhitzte Atmosphäre), bewusst einige Atemzüge zu nehmen. Und der Weg zur Toilette kann die notwendige Ruhe bieten, um sich wieder zu zentrieren und den Kontakt zu sich selbst herzustellen.

Dies sind nur einige Überlegungen dazu, wie wir uns in Kommunikationssituationen nicht im reflexhaften Re-agieren verlieren. Wenn Sie mehr dazu interessiert, schreiben Sie uns eine Mail oder rufen an: 02 31 - 17 72 689 - 0.